Huntenkunst 2017
Luxemburg im Bild

Huntenkunst 2017 findet dieses Jahr zum 25. Mal am 19., 20. und 21. Mai statt, zum fünften Mal in der SSP Halle in Ulft. Die riesige Halle ist ein nationales Reichsdenkmal für industrielles Kulturerbgut. Hier bekommen 220 Künstler ihre eigene Koje, was den Raum in ein "Kunstdorf" verwandelt. Die aus über 30 Ländern -auch außerhalb Europas- stammenden Künstler sind selbst anwesend.

Qualität der präsentierten Arbeiten

Die Auswahl der Teilnehmer wird durch eine international zusammengestellte Jury vorgenommen. Dabei wird auf Qualität aber auch auf Vielfalt der aktuellen, Gegenwartskunst geachtet. Angewandte Kunst wird nicht angenommen.

Diversität und Wechselwirkung

Da verschiede Länder vertreten sind kann es spannend sein, die Unterschiede, die durch den kulturellen Hintergrund hervorgerufen werden, zu entdecken. Beim Werk der Japanerin Ai Hagita ist Einfluss ihres Geburtslands deutlich zu sehen. In ihren Objekten erreichen sie die äußersten Grenzen der eigenen Einschränkung. Die Formen sind jeglicher Zier entledigt. Nur die Essenz bleibt zurück. Die Kunst des Franzosen Christophe Carbenay erzählt Geschichten. Schematisch ziehen seine Gestalten in einer Art Strom vorbei.

Huntenkunst als "Fischteich" der Kunst

Huntenkunst stellt für die Kunstwelt eine Art Fischteich dar. Die Veranstaltung ist eine Plattform, um viel zu sehen und zu entdecken. Die Künstler können in- und ausländische Kollegen und deren Werk kennenlernen, welche wiederum eine Quelle der Inspiration darstellen. Galeristen können Künstler für sich "entdecken". Durch Zusammenschluss von Künstlern können neue Gruppierungen entstehen. Wir haben es hier mit einer großartigen Kunstplattform zu tun.

Vielfalt an Kunststilen

Auf Huntenkunst ist sowohl realistische als auch abstrakte Kunst vertreten. Ein Beispiel sind die Gemälde von Ben Bodt. Sie fallen auf durch Ihre äußerst realistische, ja perfekte Wiedergabe der Wirklichkeit. Von der deutschen Teilnehmerin Ruth Bisping kommen abstrakte Gemälde, in denen durch die Richtung der Farbstriche Bewegung suggeriert wird.

Fesselnde Techniken

Auch ist eine Vielfalt an verschiedenen Techniken zu finden. So zum Beispiel die großen Stahl- oder Bronzeskulpturen des Deutschen Klaus M. Hartman. Christoph Wilmsen-Wiegmann höhlt Steine am liebsten so weit als möglich aus, so dass nur eine hauchdünne Lage übrigbleibt. So kann Licht durch den Stein hindurch scheinen, was einen besonderen Effekt verursacht. Dann gibt es noch die feinen Radierungen des Niederländers Geurt van Dijk, der oft den Menschen als Ausgangspunkt seiner Werke nimmt.

Mehrere Fotografen

Wie voriges Jahr kommen mehrere Fotokünstler mit ihren Arbeiten zu Huntenkunst. Obschon es Gemeinsamkeiten gibt, kommen darüber hinaus die Unterschiede in den Arbeiten zur Geltung. Es sind die charakteristischen Kennzeichen des einzelnen Fotografen. Die Deutsche Ilse Gabbert übersetzt die Landschaft ihrer Fotos in ein Linienspiel von Farben, wodurch Verwandtschaft zu Gemälden entsteht. Der Grieche Evangelos Koukouwitakis arbeitet mit langer Belichtungszeit, wodurch die Haltung der Menschen Bewegungen suggerieren.

Maschinen in der Kunst

Der Niederländer Edo Hebink kreiert mit verschiedenen, vorhandenen Teilen imaginäre Maschinen. Eine ansteckende Spielerei, ein Kindertraum scheint Wirklichkeit geworden.

Luxemburg steht zentral

Seit 1999 werden Künstler aus einem bestimmten Land auf Huntenkunst in den Mittelpunkt gestellt. Dieses Jahr ist das Gastland Luxemburg. In der Mitte der Halle wird der Luxemburg-Pavillon situiert. Während Huntenkunst werden sie auch in der Ulftsen "Galerie bij de Boeken" ausstellen. Die Galerie ist zu finden in der DRU Cultuurfabriek. Die Ausstellung findet von 23. Mai bis 3. Juli mit dem Titel "Die Israelis kommen!" statt.

Im Gedenken an Axel Vater.

Im 2014 starb der deutsche Künstler Axel Vater. Er war von großer Bedeutung für Huntenkunst. Er war in der Jury seit der Gründung des Manifestation. Allein durch seinen großen Einsatz konnte ein solch großes Kunst-Event entstehen. Neben seinem Engagement für die Kunst war er ein wichtiger und vielseitiger Künstler. Während der diesjährigen Huntenkunst werden seine Werke in einer Spezialeinheit gezeigt, eine Hommage an Axel Vater.

Foto: huntenkunst-2017-iris-beiner.jpg  Huntenkunst 2017: Iris beiner


Foto: huntenkunst-2017-shin-hye-park.jpg  Huntenkunst 2017: Shin hye park


Foto: huntenkunst-2017-francois-besch.jpg  Huntenkunst 2017: Francois besch


Foto: huntenkunst-2017-setsuko-fukushima.jpg  Huntenkunst 2017: Setsuko fukushima


Foto: huntenkunst14_Koukouwitakis.jpg  Huntenkunst 2017: Koukouwitakis


Foto: huntenkunst-2017-geraldo-feldstein.png  Huntenkunst 2017: Geraldo feldstein.png


Foto: huntenkunst14_ai_hagita.jpg  Huntenkunst 2017: Ai hagita


Foto: huntenkunst-2017-peter-van-tuijl.jpg  Huntenkunst 2017: Peter van tuijl


Foto: huntenkunst14_carbenay.jpg  Huntenkunst 2017: Carbenay


Foto: huntenkunst14_hartmann.jpg  Huntenkunst 2017: Hartmann


Foto: huntenkunst14_prandi_gallina.jpg  Huntenkunst 2017: Prandi gallina


Foto: huntenkunst16_marcus.jpg  Huntenkunst 2017: Marcus


Foto: huntenkunst14_antonsendansen.jpg  Huntenkunst 2017: Antonsendansen